Blau kombiniert.

Kombinierter Verkehr im Aufwind

„Lokführer werden!“ – das stand für viele mal ganz oben auf der Wunschliste, wenn man gefragt wurde „Was willst du denn mal werden wenn du groß bist? “ Dass man in diesem Berufszweig einmal persönlich zur Reduzierung von Schadstoffemissionen im Güterverkehr beitragen kann, war dabei vielleicht weniger ausschlaggebend.

Fakt ist, dass der kombinierte Verkehr (KV) durch die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene und auf den Seeweg zu einer deutlichen Reduzierung von Schadstoffemissionen führt. Im Vergleich mit Straßentransporten sind Emissionen des Schienengüterverkehrs sowohl bei Feinstaub und Stickoxiden wie auch bei Klimagasen bedeutend geringer.

Der kombinierte Ladungsverkehr Schiene/Schiff hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2017 wurden 30.000 Ladungseinheiten statt über die Straße auf der Schiene in den Kieler Hafen transportiert. Lokführer, ein Job mit Zukunft, also! Das sehen Stefan Hehner, Lokrangierführer bei uns im PORT OF KIEL, und sein Kollege Maik Kühl, Rangierbegleiter, auch so. Die beiden bewegen in ihrer Schicht Hunderte Meter Güterzüge mit ihrer Lok über die Rangiergleise und stellen sie für ihre Wege ins deutsche und europäische Hinterland bereit. „Egal, ob Sommer oder Winter – ich bin gern draußen, lasse mir die Luft um die Nase wehen und habe das Rattern der Räder auf den Schienen direkt unter den Füßen. Das macht meinen Job aus und das wird jeder Bahner verstehen“, so Hehner (seit 1986 Lokrangierführer, wobei er noch die klassische Ausbildung zum Maschinenschlosser gemacht hat). Kühl (gelernter Fliesenleger und jahrelang als Gärtner tätig, ist Quereinsteiger): „Es ist sehr abwechslungsreich und ich trage Verantwortung. Ich mag den Güterumschlag, Personenzüge sind nichts für mich. Bei meinem Job sehe ich abends, was ich gemacht und geschafft habe.“

Schaffen und entwickeln tun wir auch – hafenweit:
Um den kombinierten Verkehr weiterzuentwickeln, bauen wir weiter aus:

Investitionen

  • Wiederinbetriebnahme KV-Terminal Norwegenkai für die Frachtfähre „Color Carrier“.
  • Ausbau Rangierbahnhof Meimersdorf von 500 m auf 750 m Gleislänge.
  • Bau eines dritten Rangier- und Aufstellgleis am Schwedenkai.

Effekte

  • Verdopplung der Frachtkapazität, circa 36.000 Ladungseinheiten pro Jahr zusätzlich.
    Verlagerung von ca. 40 % der Frachteinheiten auf die Schiene.
  • Längere Züge senken den Durchschnittspreis der einzelnen Einheiten und machen den Kombinierten Transport effizienter.
    Anbindung aller drei KV-Terminals mit Direktzügen ins Ruhrgebiet und nach Italien.
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit des KV-Terminals Schwedenkai.

Business Information

Regelmäßige Zugverbindungen bietet der Kombishuttle für Trailer, Wechselbrücken und Container von Kiel innerhalb Deutschlands und europaweit.

Die Eisenbahn des PORT OF KIEL bietet mit eigenem Gleisnetz und ihrem Rangierbahnhof in Meimersdorf optimale Voraussetzungen für den Schienentransport von und zu allen Hafenteilen.